Ausgefeilte Prüftechnik für hohe Produktqualität

Ein umfangreiches Repertoire an Diagnosetechniken steht der Bosch-Forschung zur Verfügung, um Bauteile und Materialien auf Herz und Nieren zu überprüfen. Wie Mediziner blicken sie ihren Patienten mit Ultraschall, Computertomografie und Röntgenstrahlen unter die Haut.

Um das Entwicklungsziel Null-Fehler-Qualität zu erreichen, werden — wenn es denn notwendig ist — in der Fertigung entsprechende Prüfverfahren eingesetzt. Dazu gehören die Stichprobenkontrolle und die 100-prozentige Inline-Kontrolle, bei denen Prüftechniken wie Ultraschall, Wirbelstrom, Optik oder Röntgentechnik in die Fertigungslinie integriert sind und die Qualität von jedem einzelnen Bauteil absichern. Kein schlechtes Bauteil schlüpft durch das Prüfraster. Das muss natürlich absolut zuverlässig geschehen. Die Forscher wählen daher für die verschiedenen Prozessschritte die bestge- eigneten Prüfungen aus und suchen das jeweilige Optimum aus Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kosten für die unter- schiedlichen Bauteilprüfungen in der Fertigung.

Schon bei der Produktentwicklung heißt es für die Forscher, die für ein langes Leben des Bauteils kritischen Parameter zu bestimmen und Prüftechniken dafür bereitzustellen. Mit modernen Verfahren wie der Röntgen-Computertomografie vermessen die Ingenieure dann die immer kleiner werdenden Toleranzen der Einspritzlöcher von Injektoren eines Auto- motors. Oder sie kontrollieren, ob sich in Schweißnähten keine Fehler und in Oberflächen keine Poren an der falschen Stelle befinden. Porentief rein, wie im richtigen Leben.